Aktuelle Tagesgeldkonditionen der Banken

In Deutschland ist es bereits weit verbreitet, und viele Sparer setzen auf die guten Konditionen: Das Tagesgeldkonto. Doch was ist das eigentlich, Tagesgeld

  • ein verzinstes Konto ohne festgelegte Laufzeit
  • der Inhaber kann jederzeit über sein Guthaben verfügen
  • ist nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr vorgesehen (kein Girokonto)

Tagesgeldkonten sind also Konten, auf das Sparer ihr erspartes Kapital einzahlen. Dem Sparer steht es jederzeit frei, dieses Kapital wieder zu entnehmen. Die Zuzahlungen und Abbuchungen erfolgen von dem Referenzkonto des Inhabers aus, also vom konventionellen Girokonto weg. Es wird mit einem – im Vergleich zum Sparbuch und Girokonto – mit den sehr guten Tagesgeld-Konditionen verzinst und gilt deshalb als sinnvolle Geldanlage für den einfachen Bürger.

Die Vorteile von Tagesgeld

  1. flexibel, da jederzeit Guthaben in beliebiger Höhe zu- oder abgebucht werden kann
  2. rentabel, da die Tagesgeld Konditionen höher sind als die Zinsen bei Sparbüchern
  3. günstig, da die meisten Banken keine Kontoführungsgebühren erheben
  4. praktisch, da es per E-Banking vom Computer aus gemanagt werden kann
  5. sicher, da die EU-weite Einlagensicherung mit bis zu 100.000 Euro pro Kopf schützt

Die Verfügbarkeit

Wie erwähnt, kann der Sparer jederzeit in beliebiger Höhe über sein Guthaben verfügen. Das gesamte Guthaben kann also von einem auf den anderen Tag auf das eigene Girokonto überwiesen werden. Die Überweisungen auf das Konto können ebenfalls nur vom eigenen Girokonto aus stattfinden. Meist ist nur die Überweisung auf das Referenzkonto des Inhabers, also auf das bei der Eröffnung angegeben Konto möglich. Diese Flexibilität macht es so beliebt: Es kann jederzeit auf das angesparte Kapital zugegriffen werden.

Die Zinsen

Das einbezahlte Kapital wird verzinst. Die Tagesgeld-Konditionen sind volatil, das bedeutet, die Bank hat die Möglichkeit, den Zinssatz jederzeit nach oben oder unten zu schrauben. Diese flexiblen Tagesgeld-Konditionen und die fehlende zeitliche Frist unterscheidet Tagesgeldkonten von Festgeldkonten.
zinsangeboteDie angegebenen Zinssätze beziehen sich für ein Jahr, das heißt, steht bei dem Angebot der ING-DiBa daneben 2,0 % Zinsen, dann wird das einbezahlte Kapital mit 2 % jährlich verzinst.

Die Höhe der Rendite ist von Bank zu Bank unterschiedlich, die Konditionen auf Tagesgeld sind jedoch deutlich höher als jene des Sparbuchs oder des Girokontos. Aktuell befinden wir uns in einer sogenannten „Niedrigzinsphase“ und die Tagesgeldzinsen liegen maximal um die 2,0 Prozent.

Ein Grund dafür, dass die Konditionen für Tagesgeld relativ hoch sind, ist jener, dass es oft von Online-Banken angeboten werden.
Grundsätzlich orientieren sich die Tagesgeldzinsen am Leitzins der Europäischen Zentralbank: Je höher der Leitzins, umso höher die Tagesgeldzinsen.

Die Zinsausschüttung

Die Rendite wird entweder einmal im Jahr (per annum), halbjährlich, vierteljährlich oder jeden Monat gutgeschrieben. Auch dies variiert von Bank zu Bank. Für den Kunden gilt: Je öfter diesegutgeschrieben werden, umso besser, da diese im nächsten Abschnitt gleich wieder Rendite abwerfen. Dann spricht man vom Zinseszinseffekt.

Tipp: Achten Sie bei den Tagesgeld-Konditionen auch auch die Intervalle der Zinsauschüttung

Die Zinsgarantie

Einige Banken werben mit der Zinsgarantie. Die Zinsgarantie bedeutet, dass ein bestimmter Zinssatz für eine bestimmte Zeit garantiert wird, z.B. erhält ein Neukunde für die ersten sechs Monate die Konditionen auf das Tagesgeld, zb. 2,0 Prozent Rendite garantiert. Grundsätzlich ist dieses Angebot durchaus lobenswert. Wer allerdings langfristig Geld auf seinem Tagesgeldkonto anlegen möchte, sollte sich nach den Konditionen für Bestandskunden erkundigen, also jenen Konditionen, die nach Ablauf dieser Garantie bezahlt werden. Denn oft „locken“ die Banken ihre Kunden mit hoher Rendite für die ersten Monate – diese fallen dann allerdings rapide ab, sobald die Frist verstrichen ist.

Die Sicherheit

Das Tagesgeld-Konto gehört zu den sicheren Geldanlagen. Alle Einlagen werden europaweit zu 100 % und mit maximal 100.000 Euro pro Kopf abgesichert. Diese gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung trat in der EU Ende Juni 2009 in Kraft.
Diese gesetzliche Mindestabsicherung wird von vielen Banken noch ergänzt. In Deutschland geschieht dies über Bankenverbände wie z.B. den Sparkassenverband oder über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken – damit schützen viele Banken die Tagesgeld-Guthaben ihrer Kunden bis in die Millionenhöhe.

Tipp: Auf Tagesgeldkonten von Banken, die ihren Hauptsitz außerhalb der EU haben, sollte man als sicherheitsbewusster Sparer besser verzichten.

Die Kündigungsfristen

Beim Tagesgeld greifen keine Kündigungsfristen. Der Sparer kann das Konto eröffnen und jederzeit schließen, ohne dass er zeitliche Fristen einhalten muss.

Der Startbonus

Einige Banken bieten neuen Kunden ein sogenanntes Startguthaben an. Sobald der Kunde sein Konto eröffnet und eine bestimmte Geldsumme einbezahlt hat,  legt die Bank als „Willkommensbonus“ für Neukunden noch einmal zehn oder zwanzig Euro drauf. Der Startbonus sollte auf alle Fälle genutzt werden, da er die Rendite im ersten Jahr deutlich in die Höhe schraubt.

Tagesgeldkonto und Girokonto

Einige Banken koppeln die Eröffnung eines Tagesgeldkontos an die Eröffnung eines Girokontos. Wer sein Girokonto nicht wechseln möchte, sollte einen Anbieter wählen, bei dem diese Voraussetzung  nicht erfüllen müssen.

Schritt für Schritt zu den besten Konditionen für Ihr Tagesgeld

Die Entscheidung für Tagesgeld ist gefallen. Doch wie finde ich den passenden Anbieter? Und wie kann so ein Sparkonto eröffnet werden? Der einfachste Weg, um den passenden Anbieter zu finden, ist jener über das Internet. Dort bieten diverse Webseiten aktuelle Vergleiche der einzelnen Konten von Banken an – dabei wird die Bank mit den besten Tagesgeldkonditionen auf Platz eins aufgelistet. Freilich ist nicht nur die Höhe der Zinsen für die Entscheidung wichtig. Sparer sollten zusätzlich auf die Einlagensicherung, die Frequenz der Zinsausschüttung und den Startbonus achten.

So kann ein Tagesgeldkonto eröffnet werden

Schritt 1: Formular ausfüllen und abschicken

  • Zinsen vergleichen
  • sich auf die Webseite des gewählten Anbieters klicken
  • in die Rubrik „Tagesgeld“ klicken
  • dort steht ein Online-Antrag bereit
  • Formular ausfüllen
  • entweder online oder per Postweg (Formular ausdrucken) an die Bank schicken

Schritt 2: PostIdent-Verfahren

  • nach dem Abschicken des Formulars, PostIdent-Coupon herunterladen
  • ausdrucken
  • mit Coupon und Pass bzw. Personalausweis in die nächste Filiale der Deutschen Post gehen
  • der Angestellte bestätigt die Identität
  • die Deutsche Post leitet die Unterlagen an die gewählte Bank weiter
  • das Verfahren ist kostenlos

Schritt 3: Bank schickt Unterlagen zu

  • die Bank eröffnet das Konto und schickt alle Unterlagen zu
  • mit den Unterlagen und den Login-Daten per E-Mail kann nun Geld vom eigenen Girokonto auf das Tagesgeldkonto transferiert werden

Der praktischste Weg zur Verwaltung ist das E-Banking per PC, bequem von zuhause aus. Möglich ist aber auch eine Verwaltung per Brief oder per Telefon