5000 Euro anlegen – die besten Anlageformen mit den höchsten Zinsen

Ob Sonderzahlung oder kleine Erbschaft – wer einige tausend Euro anlegen möchte, hat, was die Anlageformen betrifft, die Qual der Wahl. Tagesgeld- oder Festgeldkonto, Sparbuch, Fonds oder lieber Aktien? Bei einer aktuellen Inflation von etwa 1,3 % bringt die Variante „Girokonto“ nicht nur keine Zinsen ein, im Gegenteil: Der Wert des Geldes sinkt, weil die Girokontozinsen nicht einmal die Inflation abdecken können.

5000-euro gut investieren

 

Wie soll nun ein Anleger sein Geld in der aktuellen Niedrigzinsphase (Europäischer Leitzins bei 0,25 %) anlegen? Unser Ratgeber zeigt, welche Möglichkeiten Kleinanlegern offen stehen, um aus 5.000 Euro mehr Geld zu machen. Aktuelle Konditionen finden Sie in unserem Vergleich. Außerdem erfahren Sie in unserem Test, wie viel Prozent Gewinn Sie erwarten dürfen.

5000 Euro anlegen – Risiko oder Sicherheit?

Bevor 5.000 Euro gewinnbringend angelegt werden, gilt es noch einige Fragen zu beantworten. Ist Ihnen als Anleger Sicherheit am wichtigsten – oder würden Sie für höhere Gewinne auch ein hohes Risiko eingehen?

  • Wer Sicherheit in den Fokus stellt, ist mit Tages- und Festgeldkonten gut beraten.
  • Wer bereit ist, ein mittleres Risiko einzugehen, kann mit einem breit gestreuten Index-Fonds (z.B. „Euro Stoxx 50“) gute Erfolge erzielen.
  • Wer ein hohes Risiko eingehen möchte, kann in Wertpapiere investieren.

Liquidität oder „feste“ Geldanlage?

rendite oder risiko

Eine gute Rendite ohne Risiko ist praktisch nicht möglich. Sie sollten aber auf eine gute Risikostreuung achten!

Auch die Frage nach der Liquidität ist zentral: Ist der Anlagebetrag gleichzeitig auch Ihr „Notgroschen“, der im Zweifelsfall verfügbar sein muss? Oder können Sie die 5.000 Euro auch fünf, zehn oder mehr Jahre sicher entbehren? Je länger die fest vereinbarte Laufzeit, z.B. bei einem Festgeldkonto, umso höher der Zinsertrag. Soll das Geld täglich ohne Einbußen verfügbar sein, ist der ausbezahlte Zinssatz niedriger.

Für alle Anleger, die stets liquide sein möchten, ist das Tagesgeld eine gute Wahl. Möglich sind auch Index-Fonds, die sich bei Bedarf börsentäglich in ein Bankguthaben umwandeln lassen, indem sie abgestoßen werden. Wer hingegen in Festgeldkonten oder gar in Aktien investiert, braucht einen längeren Atem. Gerade bei Wertpapieren gilt: Je länger sie gehalten werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit auf einen ansehnlichen Gewinn.

Drei Anlagestrategien im Überblick

Ohne Risiko und täglich verfügbar: Tagesgeldkonto

Im aktuellen Jahr 2014 wird sich an der Zinslage wohl nicht viel ändern: Die EZB-Leitzinsen werden auf niedrigem Niveau bleiben, Spar- und Tagesgeldkonten werfen nicht sehr hohe Gewinne ab. Und trotzdem ist die Rendite, die mit dem Tagesgeld erwirtschaftet wird, noch immer deutlich höher als die Rendite auf dem Girokonto oder dem Sparbuch. Aktuell liegen die Tagesgeldkonditionen je nach Anbieter zwischen 1,00 % und 2,00 % p.a. Wer mit dem Tagesgeldkonto gleichzeitig ein Depot eröffnet, kann im ersten Jahr bis zu 3,00 % an Zinsen einheimsen, z.B. bei Cortal Consors.

Die Vorteile des Tagesgeldkontos:

  • Sehr sicher (Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro)
  • Täglich verfügbar
  • Ohne Gebühren und Kosten
  • Ideal für „Zwischenparken“ von Geld

Wenig Risiko und fest gebunden: Festgeldkonto

sicher festgeld

Festgeld ist relativ sicher, Sie sollten jedoch trotzdem eine vertrauenswürdige Bank wählen!

Bei einer Laufzeit von 12 Monaten sind beim Festgeld derzeit bis zu 2,00 % p.a. (Anfang 2014) an Zinsen drin – nicht genug, um ein Vermögen aufzubauen, aber immerhin etwas. Das Risiko ist gleich null, das Festgeldkonto fällt, sofern es bei einer Bank mit Hauptsitz in Europa eröffnet wird, unter die Europäische Einlagensicherung. Diese deckt pro Kunde, im Falle einer Insolvenz der Bank, rund 100.000 Euro ab, die sich auf dem Festgeldkonto befinden.

Der größte Vorteil des Festgeldkontos ist die Planungssicherheit: Kunden wissen vorab, wie viel Rendite sie mit ihrer Anlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums erwirtschaften werden. Perfekt für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen. Die Laufzeiten für das Festgeldkonto können mit den Banken individuell vereinbart werden, üblich sind Bindungen zwischen sechs und sechzig Monaten.

Die Vorteile des Festgeldkontos:

  • Fester Zinssatz über vereinbarte Laufzeit
  • Wenig Risiko (Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro)
  • Keine Gebühren und Spesen
  • Attraktive Zinsen bei langer Laufzeit

Mittleres Risiko bei attraktiver Rendite: Index-Fonds

Indexfonds werden fortlaufend an der Börse gehandelt und sind seit einigen Jahren auch in Europa auf der Siegerstraße. Diese Fondsart eignet sich deshalb für Kleinanleger, weil Indexfonds einen Aktienindex möglichst exakt abbilden und als sogenannte „passive gemanagte“ Fonds gelten, weil es keine Investmententscheidungen braucht. Dadurch können Kleinanleger die Kosten für den Fonds gering halten und streichen trotzdem eine attraktive Rendite ein.

Laut einer Studie gelingt es 80 % der aktiven Fondsmanager nicht, ihren Benchmark, also ihren Vergleichsindex zu schlagen. Also können sich Anleger, die nur einige tausend Euro anlegen, diesen Managementaufwand auch sparen. Allerdings müssen Inhaber des Fonds eine jährliche Verwaltungsgebühr bezahlen, die schon mal 0,5 % des Volumens kosten kann.

Mit den erfolgreichsten börsengehandelten Indexfonds waren in den vergangenen fünf Jahren Renditen von bis zu 200 % möglich. Wer 2008 in den Comstage ETF Stoxx Europe 600 Chemicals investierte, durfte sich 2013 über einen Zuwachs von 203 % freuen. Die renditestärksten ETFs kommen aus verschiedenen Branchen und Regionen, sie reichen von Titeln aus dem  US-Technologiebereich über Titel aus Sektoren wie Chemie bis hin zu Titeln von Luxusartikelanbietern wie LVMH.

Anlagestrategie für 5.000 €: Investitionsformen mischen

Die Zinsen, die derzeit für Tagesgeldkonten bezahlt werden, sind gering – teilweise ist die Inflation höher als der ausbezahlte Zins. Eine Option ist es deshalb, aktuell nur etwa 1.000 Euro auf das Tagesgeldkonto zu parken. Vergleichen Sie vor der Eröffnung des Kontos die verschiedenen Angebote der Kreditinstitute – hier gibt es durchaus Zinsunterschiede.

Man könnte von den restlichen 4.000 € etwa 2.000 € auf ein Festgeldkonto, das mindestens drei Jahre gebunden ist legen. Detaillierte Informationen zu Festgeld- und Tagesgeldkonto finden Sie auf der Startseite des jeweiligen Kreditinstitutes.

Dann besteht die Möglichkeit,  2.000 € in einen Index-Fonds, z.B. in den Euro Stoxx 50, der die 50 führenden Unternehmen der Euro-Zone abbildet zu investieren. Hier sind auch Sparpläne möglich – legen Sie, falls möglich, jedes Monat 100 € an Erspartem in diesen Fonds ein.

Diese Zusammensetzung ist natürlich nur eine Option, es empfiehlt sich aber immer, das Risiko zu streuen, und in verschiedene Anlageformen zu investieren!

Diese Anlagestrategie eignet sich meiner Meinung nach für alle, die etwas Geld liquide haben und die restlichen 4.000 € gewinnbringend mit  sehr niedrigem Risiko anlegen wollen. Wie erwähnt, sind die Sparzinsen aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase nicht gerade schwindelerregend, aber dafür können Sie so zumindest die galoppierende Inflation sicher ausgleichen.