Tagesgeldvergleich für Bestandskunden – der große Vergleich

Die Sparvariante „Tagesgeld“ wird für zahlreiche Anleger immer interessanter, da sie relativ hohe Renditen ermöglicht und man dennoch täglich auf das Geld zurückgreifen kann. Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen, dann stellt sich neben der Frage, welche Sparvariante für einen persönlich am besten ist, natürlich auch die Frage nach dem idealen Partner, der perfekten Bank oder dem geeigneten Kreditunternehmen eben, das einem dabei behilflich sein kann, sein Geld gewinnbringend anzulegen.

Da Sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bereits ein Konto auf einer Bank besitzen, stellt sich wiederum die Frage, ob Sie als Bestandskunde Ihre bisherige Bank mit dem Auftrag betreuen sollen Ihr Geld gewinnbringend anzulegen oder ob Sie eine andere Bank oder ein Kreditunternehmen finden, das die besseren Konditionen für Sie bereithält.

Der folgende Ratgeber kann Ihnen dabei helfen herauszufinden:

  1. wie es sich heutzutage am besten sparen lässt
  2. worum es sich bei dem Begriff „Tagesgeld“ eigentlich handelt
  3. welche Banken die besten Angebote für Bestandkunden bereithalten
  4. bei welchen Banken es sich auszahlt, Neukunde bei einer anderen Bank oder bei einem anderen Kreditinstitut zu werden. 

Sparen liegt im Trend

 

bestandskunden bank

Auch als Bestandskunde einer Bank möchten Sie die bestmöglichen Zinsen für Ihr Geld.

Sparen ist ganz groß im Kommen! Wer nicht den klassischen Strumpf unter der Küchendiele verstecken möchte, der sei auf eine der aktuell so gefragten Sparmaßnahmen hingewiesen. Denn wer nach Abzug sämtlicher Verbindlichkeiten und Fixkosten Geld übrig hat, der sollte damit beginnen Vermögen zu bilden, auf das er dann in späterer Folge zurückgreifen kann.

Eine große Auswahl an Anlage-Möglichkeiten macht es dem Verbraucher jedoch gar nicht so leicht, den Überblick zu bewahren und allem voran die geeignetste Anlage-Variante zu finden. Eine strukturierte Vorgehensweise und einige Tipps helfen aber auch weniger erfahrenen Anlegern dabei, ihr Geld sicher und vor allem sinnvoll zu investieren. Ziel ist es nämlich, das Ersparte gewinnbringend anzulegen.

Anlageformen: Kurzfristig oder Langfristig?

Bevor Sie sich für eine Anlageform entscheiden, sollten Sie klären, ob das Geld, das Sie anlegen wollen, kurzfristig verfügbar sein muss oder ob es über mehrere Monate oder gar Jahre nicht benötigt wird. Hier gilt: Seien Sie ehrlich zu sich. Gerade in Familien mit Kindern kann es schnell einmal wichtig werden, die eine oder andere Klassenfahrt zu bezahlen oder eventuell steht ja auch eine Zahnregulierung an – alles Dinge, die man sich erst einmal leisten muss. Eine Reserve sollte aus diesem Grund stets greifbar sein, um etwaige unerwartete Kosten zu decken. Zum anderen sollten Sie als Sparer wissen, wie wichtig Ihnen Sicherheit und Renditen sind.

zinsen geldanlage

Je nach Laufzeit unterscheiden sich die Zinsen der verschiedenen Anlageformen

Dabei stellt sich die Frage: Sollen die Ersparnisse möglichst sicher oder möglichst rentabel angelegt werden? Eine der sichersten, aber auch flexibelsten Möglichkeiten, sein Geld anzulegen, ist sicher das Tagesgeld-Konto. Es eignet sich perfekt dafür, um Geld, das verfügbar sein muss, gewinnbringend anzulegen. Auf das Tagesgeldkonto sollten Sie eine angemessene Geldreserve einzahlen, um etwa nicht geplante Ausgaben begleichen zu können.

Tagesgeldkonten bieten eine sehr attraktive Verzinsung, die sich an die aktuellen Zinsschwankungen der Finanzmärkte anpasst. Der große Vorteil: Auf das Geld kann täglich zugegriffen werden. In bestimmten Fällen werden Zinssätze ab gewissen Einlagesummen gewährt.

Tagesgeld, Festgeld und Co. – Die verschiedenen Sparformen

Wer sich dazu entschieden hat, Erspartes gewinnbringend anzulegen, der entscheidet sich entweder

  • für Tagesgeld: Der Fokus dieses Ratgebers liegt auf dem Tagesgeldkonto, es folgt ein genauer Bericht.
  • für Festgeld: eine Variante, bei der man sein Erspartes über einen längeren Zeitraum hinweg (Monate oder sogar Jahre) auf dem Konto liegen und für sich arbeiten lässt.
  • für ein Sparbuch: das klassische, sehr sichere, aber was die Zinsen angeht sehr unattraktive Traditionsangebot.
  • für einen Sparbrief: der sich vor allem für Anleger eignet, die auf ihr Geld über einen längeren Zeitraum nicht zurückgreifen müssen. Bei einem Sparbrief handelt sich um eine so genannte festverzinsliche Anlageform. Die Verzinsung wird über die komplette Laufzeit festgelegt. Je länger das Geld angelegt wird, umso höher fällt im Endeffekt auch die Verzinsung aus. Die Laufzeit des Sparbriefes liegt dabei zwischen einem und zehn Jahren. Während der Laufzeit besteht kein uneingeschränkter Zugriff auf die Sparsumme.
  • für Sparpläne: die sich dadurch auszeichnen, dass man durch kontinuierliche Einzahlungen langfristig die Möglichkeit hat, ein Vermögen auszubilden. So kann man etwa monatlich 100 Euro auf einen Sparplan überweisen und spart so langsam eine höhere Summe an. In der Regel passiert die Verzinsung jährlich und wird nach dem Nominalzins angegeben. Ein Vergleich der Angebote lohnt sich auf jeden Fall, sollte man sich für einen solchen Sparplan entscheiden, da die Verzinsung stark variieren kann. Bei Banken wird das Geld risikoarm angelegt.
  • oder für Aktien: die sich vor allem dann anbieten, wenn man hohe Renditen anstrebt und man das Risiko in Kauf nimmt, auch Geld zu verlieren.

Die gängigen Anbieter in den oben genannten Sparbereichen sind dabei Banken wie: die ing-dibabank of scotland, audi, renault, moneyyou, consors, cortal, wüstenrot norisbank und zahlreiche andere Anbieter. Der Fokus dieses Ratgebers liegt auf dem Tagesgeldkonto:

Das Tagesgeldkonto – ein Dauerbrenner

Beim Tagesgeldkonto handelt es sich um ein verzinstes Konto ohne festgelegte Laufzeit, bei dem der Kontoinhaber täglich in beliebiger Höhe über sein Guthaben verfügen kann. Anders als bei fast allen Sparanlagen ist das Vermögen also nicht für einen längeren Zeitraum eingefroren. Das Tagesgeldkonto unterliegt in der EU der so genannten Einlagensicherung des jeweiligen Landes.

zinsenvergleich tagesgeld

Vergleichen Sie die Zinsen der verschiedenen Tagesgeld-Anbieter

Die Zinsen für das Tagesgeldkonto werden von den Banken in bestimmten Abständen gutgeschrieben und, ganz allgemein, ist die Höhe des Zinssatzes – im Gegensatz eben zu einer weiter oben genannten Festgeldanlage – nicht für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben. Das bedeutet, dass das Konto als reines Guthabenkonto geführt wird und aus diesem Grund aber nicht überzogen werden kann (das ist der allgemeine Unterschied zu einem herkömmlichen Konto). Das Tagesgeldkonto ist jedoch nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr vorgesehen. Die beim Tagesgeld angegebenen Zinsen beziehen sich in der Regel auf ein Jahr. Daher rührt auch der lateinische Begriff pro anno oder pro annum, der mit der Abkürzung p.a. gekennzeichnet ist.

Tagesgeldzinsen – Monatlich, Quartalsweise oder Jährlich

In der Regel kommt es auf den Anbieter an, ob die Zinsen in unterschiedlichen Intervallen gutgeschrieben werden, ob es etwa monatlich, jährlich oder in jedem Quartal gutgeschrieben wird. Dabei gilt: Je enger die Intervalle ausfallen, umso stärker macht sich der Zinseszins bemerkbar.

Beim Zinseszins handelt es sich um einen Zins, der auf kapitalisierte (so genannte dem Kapital zugeschriebene) Zinsen vergangener Berechnungsperioden berechnet wird.

Die Höhe des Tagesgeldzinses hängt in der Regel vom Leitzins ab, der wiederum von der Europäischen Zentralbank festgelegt wird. Aus diesem Grund kann man davon ausgehen, dass man bei einem Tagesgeld Konto (anders als bei einem Girokonto also) mit einer deutlich höheren Verzinsung rechnen kann. Anders als bei einem klassischen Sparbuch kommt bei einem Tagesgeldkonto auch noch hinzu, dass diese Konten vor allem als Online Konten angeboten werden. Dadurch sinken die Verwaltungskosten maßgeblich, diese Ersparnisse können somit wieder direkt in Form von höheren Zinsen, also lukrativeren Bedingungen, an den Kunden weitergegeben werden. Auf der anderen Seite ist es in der Regel so, dass zahlreiche Banken und Kreditinstitute neue Kunden mit günstigen Tagesgeldkonten anlocken. Aus diesem Grund kann es sich also bezahlt machen, als Bestandskunde einer Bank die Augen offen zu halten, um auch die Angebote anderer Banken zu sichten und im Fall die besseren Konditionen zu erhalten.

Wichtige Info: Generell ist es so, dass man ein Tagesgeldkonto nur im Zusammenhang mit einem Girokonto (oder einem Depot) eröffnen kann.

Was passiert eigentlich, wenn es zu Zinsänderungen kommen sollte: Die Höhe des Zinssatzes einer Bank kann sich täglich ändern. Aus diesem Grund unterscheidet sich das Tagesgeldkonto von einer Festgeldanlage, bei der der Zins über einen bestimmten Zeitraum hinweg konstant bleibt. Mit diesen Zinsänderungen, die sich natürlich auch negativ auf den Kunden auswirken können, muss man bei einem Tagesgeldkonto aber leben, da man sich andernfalls für ein Festgeldkonto entscheiden müsste. In einzelnen Fällen kann es vorkommen, dass Banken ihren Neukunden über einen bestimmten Zeitraum hinweg einen fixen Zinssatz einräumen. Nach Ablauf dieser Garantiezusage wird das Ersparte auf dem Konto jedoch an den herkömmlichen Zinssatz angeglichen.

Zur Verfügbarkeit des Geldes auf dem Konto

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Sicherheit sollte bei der Geldanlage ein entscheidender Faktor sein.

Wie bereits erwähnt, kann man täglich auf sein Erspartes auf dem Tagesgeldkonto zurückgreifen. Im Speziellen bedeutet das, dass das gesamte Guthaben an jedem beliebigen Bankarbeitstag (nicht an Sonn- und Feiertagen also) überwiesen werden kann. Die Überweisung ist in manchen Fällen nur auf ein zuvor angegebenes Referenzkonto (bei dem es sich meistens um das Girokonto, das man mit dem Festgeldkonto eröffnet hat) möglich. Aus diesem Grund muss man also noch mit einer Verzögerung rechnen, die durch die Laufzeit der Überweisung zustande kommt. Innerhalb eines Geschäftstages erreichen die Überträge jedoch in der Regel (da es gesetzlich festgelegt ist) den Kunden. Erst dann kann das Geld abgehoben bzw. überwiesen werden.

Sonderfälle sind Tagesgeldkonten-Angebote, bei denen man ein Tagesgeldkonto mit einer Bankkarte ausstattet. Mit dieser kann dann auch mit der Karte an einem Geldautomaten über das Guthaben verfügt werden. Die Bezahl-Funktion (wie sie etwa bei einer EC-Karte der Fall ist) ist aber bei jeder Variante ausgeschlossen.

Das sollten Sie wissen, wenn Sie ein Tagesgeldkonto eröffnen wollen:

  • Kündigungsfristen existieren bei Tagesgeldkonten per se nicht. Aus diesem Grund ist die Begrifflichkeit auch teilweise etwas verwirrend, denn manche Institute verwenden den Begriff „Tagesgeld“ in Verbindung mit Produkten, die per se gar keine Tagesgeldkonten sind. Bei diesen handelt es sich um moderne Sparbücher. Direktbanken bieten sehr häufig Sparbücher an, die ganz ähnlich wie es bei einem Tagesgeldkonto der Fall ist, hohe Zinsen bieten. Über das Guthaben kann man allerdings – wie bei einem klassischen Sparbuch – nur in einem definierten Rahmen jeden Tag verfügen. Wird dieser Rahmen einmal überschritten, dann fallen so genannte Vorschusszinsen an.
  • Steuerfreibetrag: Die Kapitalerträge, also auch die Zinsen des Tagesgeldkontos, müssen in Deutschland und auch in Österreich und der Schweiz versteuert werden. In Deutschland beträgt diese „Abgeltungssteuer“ 25 %. Zusätzlich zu dieser fällt in Deutschland auch noch der „Solidaritätszuschlag“ und im Fall auch die Kirchensteuer an. Durch einen „Freistellungsauftrag“ kann man die Bank für Erträge (das gilt bis zu einer gewissen Summe) von der ansonsten automatisch erfolgenden Zahlung der Abgeltungssteuer freistellen. Dadurch können minimal höhere Erträge erwirtschaftet werden, da sofort weiter verzinst wird. (Quelle: http://www.steuerklassen.com/steuerfreibetrag/)
  • Sicherheit: Kapital Einlagen auf dem Tagesgeldkonto unterliegen der in Deutschland wirksamen Einlagensicherung. Das Kapital ist daher mündelsicher (gemäß § 1807 BGB). (Quelle: http://bankenverband.de/service/einlagensicherung)

In der EU beträgt die gesetzliche Einlagensicherungsgrenze (seit 30. Juni 2009) ganze 100 % der Einlagensumme. Maximal handelt es sich jedoch um 100.000 €.

Die besten Tagesgeldangebote für Bestandskunden

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Nicht alle Banken bieten für Bestandskunden und Neukunden die gleichen Konditionen

Jene Banken, die keinen großen ersichtlichen Unterschied zwischen Neukunden und Bestandskunden entstehen lassen, eignen sich auch dann, wenn man die Bank oder das Kreditunternehmen nicht ändern möchte.

Das ist zum Beispiel bei der ProCredit Bank der Fall, die beim Zinssatz nicht zwischen Neukunden und Bestandskunden unterscheidet. (Quelle – 1.7.2014: http://www.tagesgeldvergleich.net/tagesgeldvergleich/procredit-tagesgeld)

Bei welchen Banken zahlt es sich aus, sich als Neukunde anzumelden?

Bei der ing-diba erhalten Kunden, sofern sie sich als Neukunden anmelden, einen Zins p.a. von 1,25 %, wohingegen Bestandkunden einen Zins p.a. von allein 0,8 % erhalten. Hier zahlt es sich also definitiv aus, sich als Neukunde zu registrieren. (Der hohe Zinssatz gilt für 4 Monte und wird dann an den generellen Zinssatz angeglichen.) Auch bei Cortal Consors hat man Vorteile als Neukunde, denn hier bekommt man über 12 Monate hinweg 1,2 %, als Bestandskunde hingegen nur 0,8 %.

Die DAB Bank gewährt 1% und für Bestandskunden 0,8 %, die 1822direkt ganze 1,3 Prozent mit einer Zinsgarantie, die momentan bis zum 25. September 2014 gilt und ab dann die wesentlich geringeren 0,65 % der Bestandskunden. Wie man erkennen kann, ist der Sprung von den Neukunden zu den Bestandskunden alles andere als einer, den man vernachlässigen sollte.  (Alle Angebote Stand 1.7.2014)

Tipp: Sollten Sie generell als Neukunde ein Tagesgeldkonto errichten wollen, wählen Sie jene Bank, bei der die Zinsen über einen größeren Zeitraum hinweg konstant bleiben.

Unsere Zusammenfassung: Gute Zinsen und jederzeit verfügbar

Das Tagesgeldkonto eignet sich also besonders für sicherheitsbewusste Sparer, die gerne täglich auf ihr Guthaben zurückgreifen, aber dennoch von relativ hohen Zinsen profitieren wollen. Für all jene, die auf ihr Erspartes über einen längeren Zeitraum bestimmt nicht zurückgreifen müssen, zahlt sich ein Festgeldkonto jedoch wesentlich mehr aus, da die Zinsen in diesem Fall viel höher ausfallen.

Bedenken Sie aber, dass Sie das Tagesgeldkonto nicht als herkömmliches Girokonto verwenden können, da man keine negativen Beträge auf dem Konto verweisen kann und das Geld nicht als Schnellzahlungsvariante zur Verfügung steht.